Ideenbörse in der Stadt
Wettbewerb "energieeffiziente Stadt" bietet Wolfhagen große Chancen
Es geht um erneuerbare Energien und maßgeblich darum, wie man in Wolfhagen Strom einsparen kann. Der Wettbewerb "energieeffiziente Stadt" des Bundesforschungsministeriums wirkt in Wolfhagen wie eine Ideenbörse. Gestern informierte das Konsortium (siehe Hintergrund) über die ersten Schritte auf dem Weg zur Modellstadt. Es war praktisch der Startschuss der breit angelegten Aktion. Experten, Kommunalpolitiker aus der Region und Führungskräfte von hiesigen Unternehmen machten sich in der Stadthalle ein Bild vom Wettbewerb und den Zielen.
Modellcharakter
Wolfhagen gehört zu den 15 deutschen Kommunen, die Konzepte auf dem Weg zur energieeffizienten Stadt entwickeln dürfen. Bis zum Juni 2010 müssen Ergebnisse vorliegen, um in die Endrunde von drei bis fünf Städten zu kommen. Die entwickelten Konzepte sollen auf andere, vergleichbare Kommunen übertragbar sein. Sollte Wolfhagen dabei sein, winken der Stadt über drei bis fünf Jahre mehrere Millionen Euro - jedes Jahr ungefähr eine Million.
Wolfhagen sei mit seinem Konzept sehr "breit aufgestellt", sagt Christina Sager vom Frauenhofer-Institut für Bauphysik in Kassel, sie sieht gute Chancen, in die Endrunde zu gelangen. Dazu sei es aber wichtig, die Wolfhager an dieser Stelle abzuholen, so Stadtwerke-Chef Martin Rühl. Ohne das Interesse und die Offenheit der Bürger könne das Projekt nicht wie erhofft umgesetzt werden.
Es gibt viele Felder, die beackert werden müssen. Beispiel engergetische Gebäudesanierung. "Alte Häuser haben einen hohen Energiebedarf", sagt Manfred Schaub vom Verein Energie 2000. Da sei es wichtig, möglichst viele Gebäude zu sanieren, um Energie zu sparen.
Beispiel lokale regenerative Energien. Die Stadtwerke setzen stark auf einen Bürgerwindpark, dessen Standort aber umstritten ist. Mit einem Energiemix wollen die Werke dafür sorgen, dass sie ab 2015 so viel regenerative Energie bereit stellen können, wie in der Stadt verbraucht wird. Energiewende dürfe nicht nur in Verbindung gebracht werden mit dem erhobenen Zeigefinger oder der Spaßbremse, sagt Martin Rühl, "es geht auch um den Zugewinn von Lebensqualität".
Am Samstag, 26. September, soll in der Stadthalle bei einer Informationsveranstaltung das Projekt dem breiten, interessierten Publikum vorgestellt werden. vorgestellt werden (12 bis 18 Uhr).
HNA, 08.09.2009








